Beitrag vom 21. Mai 2026

Nachlese: Exkursion am Weltbienentag zu Samen Maier

Anlässlich des Weltbienentages folgten mehr als 30 Vertreter:innen Bienenfreundlicher Gemeinden und interessierte Gäste der Einladung zur Exkursion nach Taiskirchen im Innkreis. Gastgeber war die Samen Maier GmbH – ein traditionsreicher Familienbetrieb und Teil des Klimabündnis-Netzwerks, der sich seit vielen Jahren der nachhaltigen Produktion von samenfestem Bio-Saatgut verschrieben hat.

Gruppenfoto am Betrieb - 30 Personen

Geschäftsführer Johannes Huber führte die Teilnehmenden durch den Betrieb und gab spannende Einblicke in die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Saatgut. Seit 2025 umfasst das Sortiment ausschließlich Bio-Produkte. Rund 60 % der Produktion stammen von Vermehrungsflächen von 15 regionalen Landwirt:innen. Insgesamt umfasst das Sortiment rund 300 verschiedene Samen-Sorten.

Besonders beeindruckte der konsequente Fokus auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gemeinsam mit dem Klimabündnis und der BOKU Wien wurden Abläufe optimiert und der CO₂-Fußabdruck des Unternehmens deutlich reduziert – von 160 Tonnen CO₂ im Jahr 2009 auf rund 60 Tonnen im Jahr 2022. Auch bei Verpackungen, Regalen und Samenaufstellern udgl. setzt der Betrieb auf nachhaltige Lösungen und regionale Partnerbetriebe. So wurden beispielsweise alle Verpackungen vollständig auf nachhaltiges Graspapier umgestellt.

Unter den Gästen befand sich auch Bürgermeister Markus Gadringer, der die nachhaltige Ausrichtung des Betriebs sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Produzent:innen hervorhob.

Im Mittelpunkt der Exkursion standen außerdem die Bedeutung regionaler und samenfester Sorten sowie der Beitrag von Wildblumen und Blühflächen für Biodiversität und Insektenschutz. Ein besonderes Anliegen von Samen Maier ist es, mit einem vielfältigen Wildblumensortiment mehr Artenvielfalt in private Gärten zu bringen und damit auch im Alltag einen Beitrag zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern zu leisten.

Die Teilnehmenden nutzten den Nachmittag zum fachlichen Austausch über bienenfreundliche Gestaltungsmöglichkeiten in Gemeinden, auf öffentlichen Flächen und in privaten Gärten.

Bei Kaffee und Kuchen in der Lagerhalle, umgeben von Regalen voller Bio-Saatgut, klang die Exkursion in entspannter Atmosphäre aus.

Teilen: