Beitrag vom 23. März 2026

Erfolgreicher Blumenwiesenworkshop

Die Bienenfreundliche Gemeinde Ampflwang hat am 23. März 2026 erfolgreich das Umsetzungsmodul "Anlegen einer Blumenwiese" organisiert.

Die Teilnehmer:innen haben zuerst in der Theorie gelernt, dass sich eine Blumenwiese durch eine regelmäßige Bewirtschaftung charakterisiert: Dabei ist wichtig, dass die Fläche äußerst sparsam mit Wirtschaftsdüngern oder besser noch gar-nicht gedüngt wird und durch die seltene Mahd (1-3 Schnitte pro Jahr) ein wertvoller Lebensraum mit zahlreichen heimischen Wildblumen erhalten wird. Wiesen in unserer Kulturlandschaft sind großteils im Mittelalter entstanden und wurden bis 1950 durch die gesamte Hofgemeinschaft beerntet. Mit dem Aufkommen von chem.-synthetischen Düngern und der Intensivierung der Landwirtschaft sind diese wertvollen Wiesen großteils verloren gegangen. Moderne intensiv-genutzte Vielschnitt-Flächen oder auch Flächen in kommunalen Besitz die gemulcht werden, zählen nicht zu den Wiesen da die typischen Pflanzengesellschaften verschwinden.

Will man eine Wiese im eigenen Garten etablieren, hat man die Möglichkeit dies mittels Pflegeumstellung zu tun (bei vorhandenen artenreichen Beständen, welche als Rasen gemäht wurden) oder mit Initialflächen nachzubessern. Initialflächen helfen, bestehende artenarme Flächen aufzuwerten, indem regionaltypisches Saatgut zur Anwendung kommt.

Das fachgerechte Anlegen einer Initialfläche wurde im Anschluss an den Vortrag in der Praxis geübt: Die Teilnehmer:innen haben gemeinsam eine Fläche angelegt, welche zukünftig vom Bauhof Ampflwang als zwei-mähdige Blumenwiese gepflegt wird.

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